2018

 

Neophyten in NWR

Katharina Lapin präsentierte auf der Botanik-Tagung in Klagenfurt die Ergebnisse zur Untersuchung von Neophyten in den NWR mit dem Fazit, das 30 von den insgesamt 1.632 vorkommenden Gefäßpflanzenarten Neophyten sind – wovon wiederum 16 Arten als invasiv eingestuft werden.

Generell beeinflussen Höhenlage, Exposition, Relief, Hangneigung und Substrattiefe die Wahrscheinlichkeit eines potentiellen Vorkommens von Neophyten.Besonders in Auwäldern wird ein vitales Auftreten von Acer negundo und Fraxinus pennsylvanica festgestellt. In der Naturverjüngung werden in 3 NWR invasive Arten dokumentiert: Robinie (Eschenwald), Götterbaum (Eichen-Hainbuchenwald) und Eschenahorn (Auen).

Für detailliertere Aussagen sind fortlaufende Erhebungen im NWR-Programm notwendig und ein gezieltes Neobiota-Monitoring.
 

Tagung der Sektion Waldbau

Im September fand die jährliche Tagung der Sektion Waldbau des Deutschen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) unter dem Schwerpunktthema „Zielstärkennutzung – Ein Modell für die Zukunft?“ im Prämonstratenser-Chorherren-Stift Schlägl in Oberösterreich statt. Im Rahmen der Exkursion präsentierten Georg Frank, Herfried Steiner und Magdalena Langmaier das Naturwaldreservat Bayrische Au und die Referenzfläche Sonnenwald aus dem Kooperationsprojekt mit Pro Silva Austria zur Quantifizierung naturnaher Waldbaumethoden (ReSynatWald). Weiterhin präsentierten Prof. Hubert Sterba die  Ergebnisse aus 40 Jahren „Hirschlacke“ einer Dauerbeobachtungsfläche zur Zielstärkennutzung“ und Prof. Eduard Hochbichler „die Entwicklung der Verjüngung nach einem Katastrophenereignis“ an der Grenze zum tschechischen Nationalpark Šumava.

 


(Foto: Magdalena Langmaier)

 

Verstärkung im NWR-Team

Magdalena Langmaier verstärkt seit 1. Juni 2018 das Naturwaldreservate-Team. Die gebürtige Steirerin schloss das Masterstudium Forstwissenschaften im Juli 2013, sowie 2017 den berufsbegleitenden Studiengang Agrarpädagogik ab. Seit Juli 2008 war sie in der Arbeitsgruppe von Herrn Ao.Univ.Prof. DI Dr. Eduard Hochbichler am Institut für Waldbau tätig. Abgesehen von ihrer Begeisterung für den Waldbau, ist sie gerne in den Bergen unterwegs und zum Ausgleich in ihrem Garten.

 

 

Exkursionen zur Forsttagung

Georg Frank und Herfried Steiner führten in die Naturwaldreservate Knörzelberg und Kolmberg. Ersteres wird von Traubeneichen und Hainbuchen, letzteres von Linden, Eschen, Hainbuchen, Trauben- und Flaumeichen geprägt. Der Bestandesaufbau ist stark von der ehemaligen Niederwald-bewirtschaftung geprägt. Der Lebendvorrat am Hektar steigt seit Beginn der Beobachtungszeit. Details finden Sie in den Exkursionsführern:

NWR Kolmberg
NWR Knörzelberg

 

 

Projektstart Eiche klimafit ?!

  Im Mittelpunkt des 2018 gestarteten Foschungsprojektes stehen die Eichenarten der NWR. Untersucht werden die natürliche Waldentwicklung sowie die Konkurrenzfähigkeit der Eichen auf unterschiedlichen Standorten unter dem Aspekt des Klimawandels. Ergebnisse zu Bestandesdynamik und Biodiversität dienen als Referenz für bewirtschaftete Waldflächen, insbesondere in Natura 2000 Gebieten. Details

 

 2017

 

 Österreichische Forsttagung in Wien

  Im Rahmen der Österreichischen Forsttagung 2017 führte die Exkursion "Multifunktionalität als Betriebsziel" in den Lainzer Tiergarten. Ein besonderes Highlight war ein Rundgang im "Urwald Wiens", dem Naturwaldreservat Johannser Kogel. Aktuelle Ergebnisse aus 20 Jahren Waldentwicklung wurden präsentiert. Besonders beeindruckend sind der hohe Totholzvorrat von 200 m³ pro Hektar, sowie die hohe naturschutzfachliche Bedeutung der über 400 jährigen Eichen (Fotoserie Forsttagung 2017).